Hüttenbau

Zu jeder Kleingartenparzelle gehört im Regelfall auch eine Hütte. Abgesehen davon, dass es in unserem Verein die Auflage gab, innerhalb von zwei Jahren eine Hütte errichten zu müssen, war das für uns von vornherein klar. Das Angebot unterschiedlichster Hersteller hat uns zu Anfang jedoch fast erschlagen. Die unterschiedlichsten Größen, Formen und Preislagen standen zur Auswahl.

 

Nach längerer Suche haben wir uns dann für eine Hütte mit der Größe 4 x 4 m entschieden. Von der Form her quadratisch und mit Satteldach, sollte sie zumindest so viel Platz bieten, dass wir eine kleine Küchenzeile und ein Schlafsofa unterbringen könnten.

 

Da es einiger Vorbereitungen bedurfte, wurden die drei Wochen Wartezeit auf die Hütte sinnvoll genutzt. Eine Grube für das Fundament musste ausgehoben werden und mittels Unkrautfolie so vorbereitet werden, dass später kein lästiges Grünzeug unter der Hütte hervorkommen konnte.

 

 

Obwohl das Fundament nicht wirklich tief ausgekoffert werden musste, war es dann doch erstaunlich, welche Mengen Sand in dieses "kleine" Loch passten. Zumindest waren meine Arme am Abend gefühlt einen halben Meter länger, nachdem Schubkarre für Schubkarre vom Hauptweg bis zur "Baustelle" befördert wurden. Schlussendlich wurden über 5 Tonnen Sand versenkt um eine vernünftige Grundlage fürs spätere Häuschen zu schaffen. Denn nur so kann Kondenswasser, was sich gegebenfalls unter dem Boden der Hütte sammelt abtropfen und versickern. Um die Feuchtigkeit von unten ebenfalls zu regulieren kamen auf das Sandbett nun Gewegplatten um eine Erhöhung für die späteren Fußbodenbalken zu schaffen. Durch entsprechende Lüftungsbleche an den Seiten konnte nun die Luft so zirkulieren.

 

Dann war es soweit und die Hütte wurde geliefert. Nach anfänglichen Schwierigkeiten und ein wenig Überredungskunst, konnte ich den Fahrer der Spedition dazu bewegen, uns das Hüttenpaket mittels Gabelstapler bis vor die Parzelle zu bringen. So blieb uns das Tragen von dutzenden Holzbalken über eine Strecke über gut 300 Meter von der Straße bis zur Parzelle erspart.

 

Nachdem diese Grundlagen nun geschaffen waren, stand der große Tag des Aufbaus an. Mit vereinten Kräften und drei Helfern ging der Aufbau schnell voran. Das zeitaufwändigste war hier mit Sicherheit das Sortieren des "Riesen-Holz-Puzzles". Aber nach dem die ersten Lagen aufgebaut waren, war der Rest ein Kinderspiel und zum Ende des ersten Tages war das Hauptwerk vollbracht. 

 

An Tag zwei ging es dann an die Feinheiten. Da unser neues Häuschen ja möglichst lange halten soll, wurde das Dach zuerst mit einer Lage Teepappe und anschließend mit Teerpappenschindeln gedeckt. Außerdem haben wir uns für die zwar teurere, aber wesentlich langlebiegere Variante der Zink-Dachrinnen entschieden. Eine Lösung die meiner Meinung nach nicht nur wesentlich besser aussieht als Kunststoffrinnen, sondern auch für viele Jahre Ruhe verspricht.

 

Im Anschluss daran war der Holzschutz das nächste Thema. Das noch vollkommen unbehandelte Holz der Hütte musste vor Umwelteinflüssen und Ungeziefer geschützt werden. Nach dem das Holz mit einer Grundierung versehen worden war, stand die Frage der Farbe im Raum. Hier habe ich mich als großer Skandinavien-Fan von den typischen Häusern dort inspieren lassen und das typische Schwedenrot ausgesucht. Im Kontrast mit den weißen Fensterrahmen ergab sich dann eine Farbkombination, die in unserem Teil der Kleingartenanlage einmalig war.

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